Geschichte und Zielsetzungen

Die 1935 als Publikationsorgan der Forschungsaktivitäten der Villa Sciarra gegründete Zeitschrift «Studi Germanici» ist die älteste noch existierende Zeitschrift der italienischen Germanistik, zu deren Geschichte sie entscheidend beigetragen hat. Ihre Ausrichtung spiegelt die Weite der Horizonte wider, die diese Disziplin in Italien seit jeher hatte. Bildet die philologisch-literarische Forschung den Kern der Publikation, so richtet sich ihre Aufmerksamkeit auf die gesamte deutschsprachige Kultur in ihrer vielgestaltigen geopolitischen Ausdehnung und in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen: von der Linguistik zur Philosophie, von der Kunstgeschichte zur Musikwissenschaft, von den Sozialwissenschaften über Geschichte und Filmwissenschaft bis hin zur Archäologie. Eine Besonderheit der Zeitschrift (und des Instituts, dessen Ausdruck sie ist) besteht in der Öffnung gegenüber den skandinavischen und niederländischen Gebieten, welche als historische Bestandteile des gesamten germanischen Sprachraums in ihren Verflechtungen mit der deutschsprachigen Kultur betrachtet werden. Seit ihrer Gründung hat «Studi Germanici» daher Multi- und Intersektoralität als Forschungsansatz erprobt und sich als unverzichtbarer methodischer Bezugspunkt im geisteswissenschaftlichen Bereich etabliert. «Studi Germanici» veröffentlicht Aufsätze in italienischer, deutscher, englischer und französischer Sprache, welche in dieses breite Themenspektrum fallen. Die Zeitschrift erscheint halbjährlich (Juni und Dezember). Bis 2025 werden neben der regulären regelmäßigen Veröffentlichung auch thematische Sonderhefte gedruckt, die von der Associazione Italiana di Germanistica herausgegeben werden.

Die Zeitschrift wird auf der Website des Istituto Italiano di Studi Germanici veröffentlicht, das den Webzugang für den Fall garantiert, dass die Zeitschrift in gedruckter Form nicht mehr veröffentlicht wird. Die Zeitschrift wird finanziell vom Istituto Italiano di Studi Germanici unterstützt, das keinerlei Einnahmen aus seinen Veröffentlichungen erzielt.

Der Peer Review-Prozess

Die Auswahl der Rezensenten für jeden Vorschlag wird von den Herausgebern und der Redaktionsleitung der Zeitschrift unter Berücksichtigung zahlreicher Faktoren getroffen, darunter die Kompetenz in Bezug auf das Thema des Vorschlags, die Erfahrung und die Durchführung etwaiger anderer vorheriger Rezensionen für «Studi Germanici».

Jeder zur Veröffentlichung eingereichte Beitrag wird vom Herausgeber und vom verantwortlichen Direktor sowie von mindestens einem der Mitglieder der Redaktion einer ersten Prüfung unterzogen. Wird der Beitrag nach dieser ersten Prüfung für die Zeitschrift als akzeptabel befunden, wird er mindestens zwei Gutachtern zur eingehenden Bewertung vorgelegt. Die verwendete Methode ist die double-blind-Methode, bei der der Autor weder den Namen seiner GutachterInnen noch die GutachterInnen den Namen des von ihnen begutachteten AutorInnen kennen. Im Falle eines Konflikts zwischen den beiden Meinungen wird ein dritter Gutachter hinzugezogen.

Ziel der Überprüfung ist es, den Autoren eine kompetente und begründete Meinung über die Qualität des vorgeschlagenen Aufsatzes und gegebenenfalls Hinweise zu geben, wie diese ihn verbessern können. Die GutachterInnen werden gebeten, die Übereinstimmung des vorgeschlagenen Aufsatzes mit den gängigen Kriterien guter wissenschaftlicher Qualität zu bewerten. Es geht also nicht darum, Thesen und Methoden zu diskutieren, sondern die Einhaltung angemessener Qualitätsstandards sicherzustellen. Veröffentlichungsfähig sind Beiträge zu Themen von nachgewiesenem wissenschaftlichem Interesse, die eine solide Organisation des Materials, Kenntnisse des Forschungsstandes, eine konsequent angewandte Methodik, Interpretationsfähigkeit und Klarheit in der Darstellung aufweisen. Verantwortlich für die endgültige Entscheidung über die Veröffentlichung der Artikel sind der verantwortliche Direktor, der Herausgeber und die Mitglieder der Redaktionsleitung.

Kostenlose Veröffentlichung (keine APC ASC)

Für die Einreichung von Beiträgen (ASC, Article Submission Charges), den Peer Review-Prozess und die Veröffentlichung von Artikeln (APC, Article Processing Charges) fallen bei «Studi Germanici» keine Gebühren oder sonstigen Kosten an.

Open Access Richtlinien

«Studi Germanici» bietet freien Zugang zu seinen Inhalten und vertritt die Auffassung, dass die freie Verfügbarkeit von Forschungsergebnissen zu einem besseren globalen Wissensaustausch beiträgt.

Diese Zeitschrift verwendet die Creative Commons CC-BY-Lizenz. Mit dieser Lizenz wird der Autor nicht aufgefordert, auf das Urheberrecht zu verzichten, und es wird Dritten gestattet, dieses Werk zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich auszustellen, sofern der Autor und die Zeitschrift genannt werden. Link: Leggi lo schema di licenza | Leggi il codice legale

«Studi Germanici» hat das Recht, die veröffentlichten Beiträge ganz oder teilweise als Nachdruck oder monografische Ausgabe , sowohl in elektronischer als auch in gedruckter Form, erneut aufzulegen.

Erscheinungsweise:

«Studi Germanici» erscheint zweimal im Jahr, im Juni und im Dezember.

DOI

Seit 2024 sind alle Artikel der Zeitschrift mit einem DOI (Digital Object Identifier) versehen.

Archivierung

«Studi Germanici» in gedruckter Form hält sich an die gesetzliche Hinterlegung von Dokumenten von kulturellem Interesse, die für die öffentliche Nutzung bestimmt sind (Gesetz 106/2004) Deposito legale dei documenti di interesse culturali destinati all’uso pubblico (Legge 106/2004).

 

Ultimo aggiornamento 21 Marzo 2025 a cura di Luisa Giannandrea