1935 als Forschungsorgan vom Istituto Italiano di Studi Germanici in Rom gegründet, ist «Studi Germanici» die älteste noch bestehende Zeitschrift der italienischen Germanistik, zu deren Geschichte sie entscheidend beigetragen hat. Ihre Struktur spiegelt die Bandbreite wider, die diese Fachrichtung in Italien stets auszeichnete. Bildet die philologisch-literarische Forschung den Kern der Zeitschrift, so orientiert sich «Studi Germanici» am gesamten Spektrum germanischer Kultur in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen: von der Linguistik zur Philosophie, von der Kunstgeschichte zur Musikwissenschaft, von den Sozialwissenschaften über Geschichte und Filmwissenschaft bis hin zur Archäologie. Besondere Aufmerksamkeit fällt auf skandinavische und niederländische Gebiete, welche als historische Bestandteile des germanischen Sprachraums in ihren Verflechtungen mir der deutschsprachigen Kultur betrachtet werden. So verfolgt «Studi Germanici» seit ihrer Gründung einen grenzüberschreitenden Forschungsansatz und versteht sich als multidisziplinäres Publikationsorgan in enger Verbindung mit der internationalen Germanistik.

Beginnend mit dem Heft 17/2020 hat «Studi Germanici» eine neue Leitung und ist in drei Sektionen aufgegliedert. In die erste, «Saggi», werden weit umfassende Untersuchungen zu Werken, Autoren oder allgemeinen Themenkomplexen mit hoher theoretischer bzw. methodischer Relevanz aufgenommen. Bei den «Ricerche» geht es um Publikationen mit vorwiegend dokumentarischer Ausrichtung, die Forschungsergebnisse aus archivbezogenen und stark quellenorientierten Projekten präsentieren. Der «Osservatorio della Germanistica» ist Rezensionen gewidmet.

«Studi Germanici» gehört in die sog. «fascia A» für den Fachbereich 10 (Altertum, Philologie, Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte). Dies nach dem Einordnungssystem der italienischen Fachzeitschriften gemäß den Vorgaben von ANVUR (Italienisches Zentralamt zur Bewertung von Universitäten und Forschungsinstituten). «Studi Germanici» erscheint halbjährlich. Einmal im Jahr gibt die Associazione Italiana di Germanistica, der Italienische Germanistenverband, ein themenspezifisches Sonderheft heraus. «Studi Germanici» veröffentlicht Beiträge in italienischer, deutscher, englischer und französischer Sprache. Die Zeitschrift ist im open access-Modus auf der Webseite des Istituto Italiano di Studi Germanici abrufbar, das sie auch dann zugänglich machen würde, so dass der Zugang auch dann gewährleistet ist, sollte die Zeitschrift nicht mehr erscheinen.

Die Zeitschrift wird vom Istituto Italiano di Studi Germanici finanziell getragen. Es erzielt keine Einnahmen aus ihrer Veröffentlichung.

Ultimo aggiornamento 21 Aprile 2024 a cura di Luisa Giannandrea